Unsere Grundsätze und AnBAUWEISE

  • Weite Fruchtfolge
  • Samenfeste Sortenvielfalt
  • Integration von Permakulturelementen
  • Aufbau einer Vielfalts-Gärtnerei auf kleiner Fläche (bio-intensiv Methode)
  • Eigenes Saatgut & eigene Jungpflanzenanzucht
  • Organische Düngung & Pflanzenschutz
  • Humusaufbaumanagement
  • Qualität durch Handarbeit
  • Frische durch kurze Wege
  • Bedarfsorientierung
  • Ressourcenschonend durch Transport mit E-Fahrrad
  • Transparent, erlebbar, öffentlich, gemeinschaftsgetragen
  • Aufbau eines stabilen Agrar-Ökosystems unter Berücksichtigung nutzbringender Beziehungen
  • Biologisch-dynamische Ausrichtung

Permakultur?

Prinzipiell geht es bei der Permakultur darum Lebensweisen zu entwickeln, die zu einer enkeltauglichen Zukunft beitragen. Dabei geht es im besonderen darum ein tiefes Verständnis für die Beziehungen der Lebewesen untereinander und zu ihrer Umwelt zu entwickeln sowie dauerhaft funktionierende naturnahe Kreisläufe zu schaffen. Der Ursprung dieses Denkprinzip liegt in der Landwirtschaft, jedoch lässt es sich auf alle Bereiche menschlichen Wirkens anwenden. Permakultur lässt sich am leichtesten im eigenen Garten verwirklichen. Im Erwerbsgartenbau gestaltet sich die Umsetzung als herausfordernd, insbesondere aufgrund von marktwirtschaftlichen Zwängen. Permakulturprinzipien anzuwenden bedeutet, dass wir jeden Arbeitsschritt und Kreislauf auf unserem Hof überprüfen und hinterfragen, wobei die umweltschonenste Version bevorzugt werden sollte (Beispiel Mobilitätskonzept, Energieversorgung, Wasserkreisläufe usw.).

 

Praktisch lassen sich im Erwerbsgartenbau folgende Punkte umsetzen:

 

 

Das Einsatzfeld der Prinzipien ist mannigfach. Daher befinden wir uns in einem permanenten Aufbau- und Ausbauprozess. So ist beispielsweise unser Ziel eine eigene Kompostierung und Energieversorgung, Ausbau an Beerensträucherhecken etc. Aber das braucht Zeit und lässt sich nicht von Heute auf Morgen realisieren. Ein wichtiges Denkprinzip der Permakultur ist, dass man sein Ziel klar vor Augen hat und es als Orientierung für die eigenen Schritte dient.


BIO-INTENSIV Methode?

Ziel der bio-intensiven Methode ist es einen ökologisch nachhaltigen, ressourchenschonenden, vielfältigen, kleinstrukturierten und wirtschaftlich erfolgreichen Betrieb zu schaffen. In Amerika und mittlerweile auch in Europa ist bereits ein "Bio-intensiv-Trend" entstanden, aus dem Bedürfnis junger Menschen heraus, auf dem Land  leben und arbeiten zu können, ohne viel Land und Kapital zu besitzen. In Zeiten in dem der "peak-oil" abzusehen ist, ist es wichtig, dass wir bis dahin Produktionsweisen entwickelt haben, die größtenteils unabhänig von fossilen Energien sind. Bei der bio-intensiv Methode wird deren Einsatz auf das Minimalste reduziert und der Großteil der Arbeit in Handarbeit mit innovativen Anbaumethoden und -geräten durchgeführt.

 

Der Ursprung dieser Bewegung liegt bei Eliot Coleman, der das Buch "The New Organic Grower" herausbrachte und darin zeigte, wie eine weniger als 1 ha große Fläche gewinnbringend zu bewirtschaften ist. Jean Martin Fortier ließ sich davon inspirieren und brachte das Buch "Bio-Gemüse erfolgreich direktvermarkten" heraus,  welches aktuell der Praxisleitfaden für den bio-intensive Anbau ist.

 

Hier einige Grundsätze des bio-intensiven Anbaus:

 

 

 

 

 

 

Bei der Bio-intensiven Methode wird auf einen Traktor verzichtet und stattdessen mit einem Einachser gearbeitet.


 

 

 

 

 

Es werden permanente Beete angelegt, die nicht jährlich gepflügt, sondern schonend bearbeitet werden.


 

 

 

 

Ernte, Pflege, Aussaat, Pflanzung etc. erfolgt in Handarbeit


 

 

 

 

 

Direktvermarktung über die Solidarische Landwirtschaft, Ab-Hof-Verkauf und einer Kooperation mit dem Café Malgari.


Bio-Dynamisch?

 

Im Jahr 1924 begrüdete Rudolf Steiner mit seinem "Landwirtschaftlichen Kurs" die biologisch dynamische Landwirtschaf. Der Leitgedanke ist dabei,  einen sog. "Hoforganismus" zu schaffen. Der Organismus wird als ein geschlossenes, individuelles Ganzes angesehen, ähnlich den Biozönosen (den Lebensgemeinschaften) in der Natur. Grundlage für einen intakten Hoforganismus ist eine möglichst große Diversität, zu der: Gartenbau, Ackerbau, Viehhaltung, Obstbau, Bienenhaltung und Wald- und Heckenwirtschaft zählen. Diese verschiedenen Bereiche werden  in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht und sorgen so für Bodenfruchtbarkeit, Ertragssicherheit, Tiergesundheit und Nahrungsqualität.  

 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erzeugung des hofeigenen Düngers, der Aufrechterhaltung der Bodenfruchtbarkeit, durch weite Fruchtfolgen sowie der Humusbildung durch Gründüngung mit hohem Leguminosenanteil. Der tierische Dünger, besonders der Rinderdung bewirkt vorallem eine arttypische Pflanzenentwicklung fördert den Tiefentrieb der Wurzeln und die Feinbewurzelung. Die biologische dynamischen Präparate, die in feinstofflicher und homöopathischer Dosierung angwendet werden, sorgen für eine deutlich höhere Bodenaktivität, bessere Lagerfähigkeit des Gemüses, wirken belebend und gesundend und sorgen somit für eine bessere Futter- und Nahrungsmittelqualität für Mensch und Tier. 

 

Wir befinden uns in der Umstellung und werden 2020 demeterzertifiziert sein.