stecken und jäten

Ein Samstag im April – leicht bewölkt, frühlingshaft warm und überall sprießt es grün – der perfekte Tag um mal wieder auf den Hof in Wanderup zu fahren!

Nach einem Aufruf per Mail zum alljährlichen Zwiebelnstecken, finden sich ein riesiger Sack voll kleiner Zwiebeln und ca 10 motivierte Gärtner*innen am Vormittag auf dem Feld ein und legen los: auf den Beeten wird die Erde gelockert und die Bahnen für die Zwiebeln vorgerecht. Anschließend werden jeweils drei Zwiebelchen zusammen liebevoll in die Erde gesetzt und zwar immer in einem Abstand von 15cm!! :)

Uns allen wird die mühevoller Arbeit schnell bewusst und dennoch vergeht die Zeit wie im Fluge. Nette Gespräche entstehen, die Sonnenstrahlen schaffen ab und zu ihren Weg durch die Wolken, manch eine*r genießt die Ruhe und das meditative Wühlen in der Erde und schwuppdiwupp sind die vier Beete fertig und es ist auch schon fast Zeit für ein gemeinsames Mittagessen. Vorher darf allerdings noch ein wenig Unkraut zwischen dem Knoblauch entfernt werden: Löwenzahn, Spitzwegerich, Quecke und Ampfer machen sich breit und wir machen uns mit der Pendelhacke und anderem Werkzeug an die Arbeit. Nach einer leckeren Stärkung und einer gemütlichen Mittagspause geht das Unkraut jäten weiter und ehe man sich's versieht, ist es auch schon früher Abend.

 

 

Ein toller Gärtnertag in Wanderup geht zu Ende. Es hat unglaublich gut getan, den ganzen Tag auf diesem schönen Fleckchen Land mit lieben Leuten zu verbringen, zu werkeln, sich kennen- und die landwirtschaftliche Arbeit mehr schätzen zu lernen! Wir freuen uns schon auf's nächste Mal!


Start ins neue Gartenjahr :)

Die Tage werden wieder länger, die Sonnenstrahlen ein wenig stärker und die Vögel viel lauter. 
Gründe genug um mal zu erkunden, was auf unserem Acker schon so los ist.

Wer Richtung Folientunnel läuft, muss aufpassen, nicht in die vielen Gräben zu fallen,
doch dann erblicken die neugierigen Augen schon ganz schön viele kleine junge Pflänzchen in Reih und Glied. Die Kohlrabis und Salate wachsen um die Wette.
Einige Freilandbeete sehen schon ziemlich ordentlich aus,
und im Anzuchttunnel reihen sich Quickpots mit kleinen Schildern aneinander.

Das Rätsel mit den Gräben lässt sich schnell klären:
Der Wasserdruck der alten Pumpe ist viel zu schwach um all das Gemüse mit ausreichend Nass zu versorgen. Und praktisch alles per Hand zu wässern, wie letztes Jahr, braucht viel zu viel Zeit. Darum wurden letztens 2 12m tiefe Löcher ausgespült, Rohre verlegt und eine neue Pumpe liegt parat. Jetzt muss nur noch ein kleines Häuschen gebaut werden. Dann geht es mit voller Kraft voraus :)

Ja und dann stehen wir doch in einer größeren Gruppe voller Tatendrang beisammen und beraten über die Aufgabenverteilung:
Eine größere Gruppe schnappt sich alle Schubkarren und Mistgabeln, die zu finden sind und macht sich daran einen Haufen mit Kohlresten als Miete aufzuschütten. Der soll dann ganz in Ruhe in den nächsten Jahren verrotten.
Das ist schnell erledigt, also werden nur noch ein paar Harken aufgeladen und die Meute zieht weiter auf das neue Gelände direkt nebenan. Hier wurde die Wiese schon für uns vorbereitet. Jetzt wird fleißig zusammengeharkt und eine doch ziemlich große Miete aufgeschüttet.
Aber auch für die Jüngeren gibt es eine schöne Aufgabe: Der Sand vom alten Voltigierplatz soll in Säcke gefüllt werden, um damit die Fließe beschweren zu können, die über die Beete gespannt werden.
Im alten Pferdestall wird unterdessen fleißig gehobelt, gesägt und geschraubt. Ein neues Regal und eine große Plantafel sollen hier den Alltag noch ein bisschen einfach machen.

Ja und dann grummelt auch schon der eine oder andere Magen. Schnell wird die schon fantastischer Weise vorbereitete Suppe auf den Herd gestellt und der Tisch gedeckt. Der Tisch füllt sich, die Suppenkelle füllt gut 15 Teller, das Brot und die Aufstriche werden über den Tisch gereicht, ein glückliches Geplauder stellt sich ein. Zum Nachtisch gibt es noch sehr leckeren Kuchen.

Noch ein wenig träge vom leckeren Essen ziehen alle wieder los.
Hier und da wird weiter gewerkelt, Quickpots werden mit Anzuchterde gefüllt, die Gräben mit Erde zugeschaufelt,...

Als die Sonne hinterm Horizont verschwindet wird das große Feuer angezündet. Die Flammen steigen hoch in den Nachthimmel und die Funken spielen zwischen den Birken. Unter einem atemberaubenden Sternenhimmel wird noch lange geschnackt und Stockbrot an sehr langen Stöckern gebacken :)

Ein wundervoller Start ins neue Gartenjahr!

Aktion Obstwiese

in der letzten Erntesaison gab es noch kein Obst vom Gärtnerhof Wanderup. Das soll sich aber gerne ändern :)

Letztes Wochenende hatten wir einen sehr netten und informativen Apfelbaum-Schnittkurs direkt auf unserem Acker in Wanderup. Dort haben wir bisher aber nur ein paar noch sehr junge Bäume und nur einen großen alten Apfelbaum. Da können wir nur ab und zu mal einen Apfel naschen...

Ein paar von euch haben vielleicht schon in den Regalen der food coop den Apfelsaft von der Streuobstwiese gesehen.
Dort, genau genommen in Rüde, stehen 50 alte Apfelbäume, die sehr viele Äpfel tragen. Eine Freundin hat uns angeboten, dass wir so etwas wie eine kleine Kooperation machen können:
Wir von der Solawi/108 helfen an 2 oder mehr Wochenenden im Jahr auf der großen Wiese bei dem was gerade so ansteht, und können dafür einen Teil der Äpfel selber ernten und nach Belieben bei der Saftpressaktion im Herbst mitmachen.

ein kleiner Eindruck von Sonntag:
Spaten, Lehmkur, Pinsel, Eimer, Drahtbürsten ins Auto laden und ab nach Rüde
Gemeinsam nach Rüde zur Obstwiese fahren, dort angucken wo die Äpfel dieses Jahr herkommen werden, Baumpflege, Holz aufräumen, kleine Erlen zwischen den Apfelbäumen ausreißen, anschließend ein heißes Süppchen zum gemütlichen Ausklang.


Zwischen Tomaten und Zucchini

News vom Acker: Am Montag haben wir 2 große neue Folientunnel bekommen. 3 Tage lang wurden die Bauteile zusammen gesetzt, die Folie drüber gespannt und alle Teile für die Belüftung angebracht. Jetzt haben wir endlich genug Platz für die vorgezogenen Tomaten, Gurken und Paprika. Es gibt wie immer einiges zu tun und einiges zu bestaunen.

 

Ampfer, Pizza und Co

ein kleiner Vorgeschmack für alle, die nicht mit auf dem Feld waren, auf das, was uns die nächsten Wochen und Monate und Jahre erwartet:

"Sag mal, ihr seid aber nicht von der Solawi, oder?", fragte uns ein Mann, als wir uns am Deutschen Haus getroffen haben…
Das sah man uns wohl an, dass wir nicht zu einem schnieken Geschäftsgespräch wollten :)
Schon waren 5 Fahrräder gesattelt und das Auto mit Spaten und Essen voll gestopft und es ging ab nach WANDERUP.

Erstmal musste alles neugierig erkundet werden: Neugierige Blicke wurden hinter jede Hecke geworfen, Hänsel und Gretels lautes Gequieke wurde mit Getreidebrei gestillt, die Hände wurden in den frisch angelieferten Kompost gesteckt und die beiden Shettis mit viel Freude begrüßt.

Dann wurden sich die Spaten und die Grabegabel geschnappt und es ging dem Ampfer an den Kragen, oder besser gesagt: an die Wurzel! Mit viel Gelächter und Herumgealbere verwandelte sich die alte Koppel schnell in eine Hügellandschaft. Großes Grinsen und eine Portion Stolz kamen auf, wenn die Wurzel besonders lang war oder der Blick zu dem stetig wachsenden Haufen von ausgestochenem Ampfer wanderte. Und noch größeres Grinsen kam auf, als Hauke mit Wurzeln und Bananen und Kuchen um die Ecke kam! Sonne, frische Luft und den Spaten schwingen macht bekanntlich echt hungrig. Nach und nach kamen immer noch mehr nette Leute mit Tatendrang aufs Feld gestiefelt und ließen sich gar nicht mehr abhalten.
Erst als die Sonne schon kurz über den Bäumen angekommen war und der Pizzaofen mit Holzscheiten gefüttert wurde, ließ sich die Meute dazu bewegen, die schwarzen Pfoten zu schrubben und mit Gemüse schnippeln weiter zu machen. Der Teig wollte förmlich selber auf das Blech wandern, so sehr wie er aus dem Topf herausquoll. Zack zack und schon war die erste reich bedeckte bunte Pizza fertig. Ein Genuss! Super lecker.
Am Feuerkorb wurde noch lange lange geschnackt, getrunken und gelacht.

Ein wunderschöner Tag!

wer sticht die Ampfer mit der längsten Wurzel am Stück aus?

lecker selbst gemachte Pizza aus dem Lehmofen